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Ende Februar fand eine Veranstaltung des Zeroprojects in Wien statt. Dort wurden Zertifikate an die dieses Jahr nominierten Organisationen übergeben. MOBILE hat eines der Zertifikate bekommen.

Dortmunder Verein MOBILE-Selbstbestimmtes Leben Behinderter e.V. erhält Auszeichnung

Der Verein MOBILE – Selbstbestimmtes Leben Behinderter ist mit einem der diesjährigen internationalen Innovationspreise von „Zero Project“ ausgezeichnet worden.

Das von der Essl Foundation 2010 aufgebaute „Zero Project“ (www.zeroproject.org) hat das Ziel, eine Welt ohne Barrieren im Sinne der UN-Behindertenrechtskonvention zu gestalten. Aus insgesamt 260 weltweiten Initiativen und Projekten wurden insgesamt drei Bewerbungen aus Deutschland ausgezeichnet.  MOBILE e.V. ist die einzige Organisation aus NRW, die eine Auszeichnung erhalten hat.

MOBILE e.V. konnte die Jury mit seinen Angeboten zum Ambulant Betreuten Wohnen, zur Persönlichen Assistenz, zur Unterstützung behinderter Eltern sowie mit politischer Arbeit zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention überzeugen.

Vereinsmitglieder, Vorstand und Mitarbeitende freuen sich über diese Nominierung besonders, da sie die Anerkennung von Experten und Expertinnen aus vielen Ländern aus Behindertenselbsthilfe und Behindertenhilfe zum Ausdruck bringt. „Wir sind hocherfreut über die neuen Kontakte mit Projekten, die erfolgreich Ideen von Selbstbestimmt Leben und Partizipation behinderter Männer, Frauen und Kinder in anderen Ländern unterstützen und sind sehr stolz auf die Nominierung durch das Zero Project“ so Vorstandsmitglied Dr. Birgit Rothenberg.

Der Verein engagiert sich seit bereits mehr als 30 Jahren für die Verbesserung der Lebenssituation behinderter Menschen, insbesondere in den Bereichen Wohnen und Arbeit. Wesentlich sind dabei Peer-Counseling und Empowerment. Behinderte Menschen benennen aus ihrer konkreten Lebenssituation heraus eigene Unterstützungsbedarfe und Perspektiven für ein selbstbestimmtes Leben.

Diese werden von MOBILE zusammen mit den betroffenen Menschen aufgegriffen und konsequent und engagiert umgesetzt.

Auf politischer Ebene setzt sich der Verein für die Veränderung traditioneller Strukturen ein und fordert die gleichberechtigte Teilhabe behinderter Menschen durch Umgestaltung des Gemeinwesens im Sinne der Inklusion.

Ergebnis sind zum einen verschiedene innovative Konzepte, die es behinderten Männern und Frauen ermöglichen, in der eigenen Wohnung zu leben

Außerdem arbeitet MOBILE– Selbstbestimmtes Leben Behinderter e.V., gefördert vom  Arbeits- und Sozialministerium Nordrhein-Westfalen (MAIS) im Projekt Kompetenzzentrum Selbstbestimmt Leben daran, die Grundsätze und Ziele der UN-Behindertenrechtskonvention in Nordrhein-Westfalen zu verbreiten.

(nähere Informationen hierzu finden sie auch auf unseren Internetseiten unter www.mobile-dortmund.de).

Dazu war auch auf der Konferenz des Zero Projektes im Februar 2015 in Wien Gelegenheit. Hier nahmen die nominierten Projekte ihre Urkunde entgegen und erhielten die Gelegenheit, sich einem weltweiten Fachpublikum aus Politikern, Betroffenenorganisationen, Vereinen und Verbänden, Wissenschaftlern, Stiftungen und Unternehmen vorzustellen und sich mit ihnen zu vernetzen. Die Projekte werden öffentlichkeitswirksam auf der Internetplattform von ZERO‑Projekt dargestellt (Zero Project Report 2015 auf www.zeroproject.org).

Bild Zertifikatsuiebergabe Zeroproject Wien Februar 2015

von links: Martin Essl (Mitbegründer der Essl-Foundation, Initiator des Zero Projects),
Dunja Kietz (für die Mitarbeitenden von MOBILE e.V.),
Dr. Birgit Rothenberg (Vorstandsmitglied MOBILE e.V.),
Jakob von Uexküll (Gründer World Future Council, Projektpartner des Zero Projects)

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