“Kompetenzzentrum Selbstbestimmt Leben” Westfalen


Im Mai 2012 hat das „Kompetenzzentrum Selbstbestimmt Leben“ (KSL) Westfalen, gefördert durch das Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales NRW, seine Arbeit aufgenommen.

Die Anlauf- und Beratungsstelle steht allen Menschen in Westfalen offen, die Fragen rund um das Thema Behinderung haben. Die Grundlage unserer Arbeit ist die UN-Behindertenrechtskonvention, die seit März 2009 auch in Deutschland gilt.

Neben der persönlichen Beratung und Unterstützung insbesondere von behinderten Menschen, greifen wir auch strukturelle Schwierigkeiten behinderter Menschen auf und tragen diese Themen in politische Gremien. Beispielsweise haben wir im Rahmen der BRK-Allianz an der Erstellung des Parallelberichtes zur UN-Behindertenrechtskonvention mitgewirkt. Den Bericht finden Sie im Downloadbereich.

Vermeintlich individuell auftretende Probleme von einzelnen Personenkönnen ein wichtiger Hinweis auf bestehende systematische Diskriminierung sein. Diese Benachteiligungen zeigen sich oft in ganz alltäglichen Dingen, in verschiedenen Regionen bzw. bei mehreren Personen.

Zum Beispiel können viele behinderte Menschen öffentliche Verkehrsmittel nicht nutzen und sind auf einen Fahrdienst angewiesen. Weil Fahrzeuge und Personal knapp sind, sind kurzfristige, spontane Unternehmungen kaum möglich. Auf viele Aktivitäten verzichten manche behinderte Menschen ganz, wenn der Fahrdienst sagt, Fahrten abends zurück nach Hause seien „nicht möglich“.

In vielen Kinos können z.B. Rollstuhlfahrer/-innen nur bestimmte Filme ansehen, weil nicht alle Kinosäle mit Rollstühlen erreichbar sind.

Beispiele wie diese gibt es viele.

Wir setzen uns gemeinsam dafür ein, dass sich die Dinge ändern. Mailen Sie uns Ihr Anliegen, oder rufen Sie uns an.

Bewusstseinsbildung
Behinderte Menschen lösen in der Gesellschaft immer noch Verunsicherung und Ablehnung aus.   Wir  wollen zum einen dazu beitragen, ein positives Bild von Menschen mit Behinderungen zu vermitteln.

Zum anderen gehört zur Bewusstseinsbildung auch, dass behinderte Menschen ein positives Selbstbild und  Selbstvertrauen entwickeln. Wir unterstützen sie dabei, indem wir als Betroffene andere Betroffene beraten. Methoden dazu sind „Peer-Beratung“ und „Peer-Empowerment“, d.h. Beratung bzw. Bestärkung durch selbst von Behinderung betroffene Menschen.

Im Rahmen der Bewusstseinsbildung treten wir gerne und regelmäßig mit unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen in den Dialog, indem wir Vorträge zu verschiedenen Themen anbieten:

  • Die UN-Behindertenrechtskonvention – im Allgemeinen und für spezielle Themenbereiche
  • Persönliche Assistenz als selbstbestimmte Form der Abdeckung von Hilfebedarfen in den   Bereichen  Pflege, Haushalt, Freizeit
  • Arbeitsassistenz – Selbstbestimmt im Beruf
  • Begleitete Elternschaft für Eltern mit intellektueller Beeinträchtigung

  • Elternassistenz – Selbstbestimmte Unterstützung für körper- und sinnesbehinderte Eltern

  • Persönliches Budget – Wie man die Geldleistung erhält und welche Chancen sie bietet

Bei speziellen Wünschen zu Thema oder Art der Veranstaltung sprechen Sie uns einfach an.

Expertisen
In Zeiträumen von jeweils mehreren Monaten erarbeiten wir vertiefende Expertisen zu behindertenpolitisch aktuellen Themen. Aktuell beleuchten wir zum Beispiel die Situation behinderter Eltern. Diese sehen sich noch immer gesellschaftlichen Akzeptanzproblemen ausgesetzt. Prinzipiell vorhandene Unterstützungsangebote sind schwer zugänglich, unübersichtlich, zu wenig bekannt und kaum koordiniert.

Treten Sie mit uns in Kontakt
Um mit uns gemeinsam Lösungen für Ihr bisher „unlösbares“ Anliegen zu finden, rufen Sie uns an, schreiben Sie uns eine E-Mail oder senden Sie uns ein Fax. Sie erreichen uns persönlich montags bis freitags in der Zeit von 8:30 bis 15:00 Uhr.
Wir freuen uns auf Sie.

Kontakt:

Ansprechpartner/-in sind Christiane Rischer und Manuel Salomon

MOBILE – Selbstbestimmtes Leben Behinderter e. V.
Roseggerstraße 36
Telefon 0231 / 9 12 83 75
Fax: 0231 / 9 12 83 77
E-Mail: ksl@mobile-dortmund.de
Ulla Riesberg (für die Expertise)
Telefon 0231 / 4 77 32 16-23

Auf unserer Webseite www.ksl-nrw.de/ksl-westfalen/ finden Sie viele weitere Informationen zum Kompetenzzentrum Selbstbestimmt Leben - Westfalen.
Eine Übersicht über unsere aktuellen Termine finden Sie hier.

Sie können uns auch gerne eine Nachricht über das Kontaktformular senden.