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Vernetzte Hilfen für Kinder intellektuell beeinträchtigter Eltern und ihre Eltern
Eine intellektuelle Beeinträchtigung ihrer Eltern kann ein besonderes Risiko im Leben von Kindern darstellen. So scheint es ein erhöhtes Risiko für Entwicklungsverzögerungen bei diesen Kindern zu geben. Sie sind aufgrund der Behinderung der Eltern evtl. auch Diskriminierungen ausgesetzt. In ihren intellektuellen Fähigkeiten sind die Kinder ihren Eltern häufig schon sehr früh überlegen und übernehmen Verantwortung für ihre Eltern (Parentifizierung). Während es in der Vergangenheit häufig zu Trennungen von Eltern und Kindern, oft schon unmittelbar nach der Geburt, kam, leben die Kinder heute häufiger bei ihren leiblichen Eltern. Damit die Kinder gut bei ihren Eltern leben können, benötigen die Familien Unterstützung. Diese beinhaltet gezielte Förderung der Kinder, sie werden aber außerdem durch die Begleitung der Eltern unterstützt und entlastet.
Das von der Aktion Mensch geförderte Projekt „Vernetzte Hilfen“ soll Kindern intellektuell beeinträchtigter Eltern die Möglichkeit geben, bei ihren Eltern aufzuwachsen. Der Fokus liegt auf der förderlichen Gestaltung der Lebensbedingungen der Kinder.
Es unterstützt den Aufbau des Unterstützungsangebots Begleitete Elternschaft und schließt an das Modellprojekt Begleitete Elternschaft an.
Zielgruppe
sind einerseits Kinder, deren Eltern eine so genannte geistige Behinderung haben, ebenso wie Kinder so genannter lernbehinderter Menschen. Das Angebot richtet sich an Familien, die bei der Pflege, Versorgung und Erziehung ihrer Kinder längerfristig oder sogar auf Dauer auf Unterstützung angewiesen sind, weil bei den Eltern oder einem Elternteil eine Behinderung vorliegt. Es handelt sich hierbei in der Regel um sozial benachteiligte Familien, die nicht oder in nicht ausreichendem Maße über soziale Netzwerke verfügen.
Unterstützungsangebot
Im Rahmen ambulanter Unterstützungsleistungen werden Familien mit intellektuell beeinträchtigten Eltern begleitet. Die Begleitung umfasst sowohl Hilfen zur Förderung und Erziehung der Kinder in der Familie als auch Ambulant Betreutes Wohnen.
Vernetzung
Als weiterer Beitrag zur konkreten Unterstützung findet Vernetzung von Einrichtungen und Diensten der Kinder- und Jugendhilfe, der Behindertenhilfe und der Familienarbeit statt. Ziel ist es, die Kinder, aber auch ihre Eltern, in möglichst umfassende, gleichzeitig gut kooperierende und überschaubare Netzwerke einzubinden. Die Kinder sollen dort externe Förderung und Unterstützung erhalten, wo ihre Eltern diese nicht leisten können.
Trennungsbegleitung
Auch bei der Entscheidung für eine Trennung von Eltern und Kindern, sei es seitens der Eltern selbst oder seitens des Familiengerichts, sollen Kinder und Eltern im gemeinsamen Umgang weiter begleitet werden.