Begleitete Elternschaft
Unterstützung aus einer Hand
Zielgruppe
Begleitete Elternschaft richtet sich an (werdende) Eltern mit Lernschwierigkeiten und ihre Kinder, die als Familie in eigener Wohnung zusammenleben möchten, hierfür aber Unterstützung benötigen, insbesondere bei der Erziehung ihrer Kinder.
Unterstützungsbereiche
Die Unterstützung umfasst drei große Bereiche:
1. Lebensbereich Kinder
Unterstützung bei der Pflege, Versorgung und Erziehung der Kinder, z. B. Körperpflege, Gesundheit, altersgemäße Beschäftigung und Förderung sowie Betreuung und Bildung außerhalb der Familie
2. Lebensbereich Eltern und Familie
Unterstützung bei Themen des Familienlebens, z.B. Fragen der Erziehung, Partnerschaft, Tages- und Lebensstrukturierung, Aufbau und Erhalt eines tragfähigen sozialen Umfelds, Trennung/Scheidung, Fremdunterbringung
3. Lebensbereich Alltag
Unterstützung im lebenspraktischen Bereich, z. B. Haushaltsführung, Umgang mit Geld, Behördenangelegenheiten, Wohnungsangelegenheiten, berufliche Perspektiven
Unterstützungsformen
Die Unterstützungsformen innerhalb der Familie reichen von Motivation, Information und Beratung über Anleitung und Einübung, Mithilfe und Begleitung bis hin zur Übernahme von Tätigkeiten.
Weiterführende Informationen
Interessierte Fachkräfte finden weiterführende Informationen auf dem Informationsportal Begleitete Elternschaft NRW und in folgender Orientierungshilfe. Dieses Dokument wird gemeinsam durch die Landschaftsverbände (LWL/LVR) herausgegeben.
Finanzierung
Die Finanzierung erfolgt entsprechend den bestehenden Vereinbarungen mit den jeweiligen Kostenträgern: durch das örtliche Jugendamt für die Hilfen zur Erziehung und durch den Landschaftsverband Westfalen-Lippe für die Eingliederungshilfe. Sie erfolgt in beiden Fällen im Rahmen von Fachleistungsstunden. Die Anzahl der jeweiligen Fachleistungsstunden wird in der Hilfeplanung festgesetzt.
Vernetzung
In der Fortführung der Arbeit der abgeschlossenen Projekte und Vernetzte Hilfen findet als Beitrag zur konkreten Unterstützung die Vernetzung von Einrichtungen und Diensten der Kinder- und Jugendhilfe, der Behindertenhilfe und der Familienarbeit statt. Ziel ist es, die Kinder und ihre Eltern in möglichst umfassende, gleichzeitig gut kooperierende und überschaubare Netzwerke einzubinden. Die Kinder sollen dort externe Förderung und Unterstützung erhalten, wenn ihre Eltern diese nicht leisten können.
Kontakt
Ansprechpartnerinnen sind
Ulla Riesberg und Lina Jung.
MOBILE - Selbstbestimmtes Leben Behinderter e.V.
Begleitete ElternschaftMärkische Str. 239 a (3. Etage)44141 Dortmund
Tel.: (02 31) 98 12 83 53
Fax: (02 31) 98 12 83 52E-Mail:
